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  Landkreis Börde  

Ein junger Musiker auf Erfolgskurs

Noah-Benedikt

Noah-Benedikt und sein Weg zur großen Bühne

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  Von Gudrun Billowie  

Das Ziel hat Noah-Benedikt klar vor Augen: „Ich möchte groß und berühmt werden.“ Als Musiker, gern auch als Produzent. Über 50 Songs hat der 20-jährige Farsleber bereits veröffentlicht, auf Alben, auf den gängigen Internetplattformen und manche wurden nach ganz oben katapultiert. Das Sehnsuchtslied von der Wonderland Sight, der Wunderland-Sicht, sowie der Sommersong Hola Guapa, Hallo Schöne, landeten auf Platz eins der weltweiten Charts für unabhängige Künstler. Hunderttausende Male wurden die Lieder gehört, die Videos gesehen. Alles macht er selbst, die Lieder, die Filme, hat in seinem Heimatort Farsleben in der Börde gedreht und auf dem Kalimandscharo, dem Zielitzer Kaliberg. Als die Motive vor der Haustür ausgingen, drehte er bei Sonnenuntergang in Italien. „Weil dort das Licht so schön ist.“

Ein Zuhause voller Musik und ein Talent, das wächst

Schnell ist Noah-Benedikt, in atemberaubender Geschwindigkeit wuselt er zwischen Klavier, Gitarre, Mischpult und Schlagzeug umher, baut hier ein Mikrofon auf, ordnet dort eine Lampe an, erzählt Anekdoten, offenbart Pläne, lacht. Längst ist das Haus seiner Eltern zum Studio mutiert. „Das Equipment habe ich mir selbst erarbeitet, mit meiner Musik.“ Er komponiert, singt, spielt Klavier, Saxophon, Gitarre und Schlagzeug, am liebsten Rock, Pop und Country. „Hauptsache, die Songs sind optimistisch.“ Dabei bleibt ihm eins heilig: „Meine Musik ist handgemacht. Ist vielleicht ein bisschen oldschool, aber es klingt besser.“

Ein Einser-Abitur mit Mathe, Physik und Deutsch als Leistungskurs hat Noah-Benedikt am Wolmirstedter Kurfürst-Joachim-Friedrich-Gymnasium hingelegt, dort, wo auch die Tokio-Hotel-Zwillinge Bill und Tom Kaulitz lernten. Jetzt studiert er Mediendesign im Fernstudium, für ein Direktstudium will er seine Zeit nicht hergeben.

Die gehört der Musik. Immer schon. Noah-Benedikts musikalisches Gedächtnis reicht weit in die Kindheit zurück: „Ich habe ein Klavier gesehen und darauf gespielt.“ Inspiration kam von seiner Mutter, einer Musiklehrerin. Lieder, die sie auf der Flöte intonierte, habe er nachgespielt. Einfach so. Noch heute spielt er ohne Noten, hat nie gelernt, sie zu lesen. „Ich habe mein Gehör von klein auf entwickelt.“

Als Neunjähriger verliebte er sich ins Saxophon. Seine Eltern schickten ihn statt in die Musikschule zu einem Profimusiker. „Bei Jan Sichting habe ich von Anfang an frei gespielt“, sagt Noah-Benedikt, „da habe ich Improvisation gelernt.“ Zusammen standen sie auf der Bühne, doch Noah-Benedikt war auch als Solist gefragt.

Noah-Benedikt: Musik ist sein Leben, mit seinen Liedern will er berühmt werden.

Das Video für den Song „Wonderland Sight“ nehmen Noah-Benedikt und Melissa Mandy auf dem Kalimandscharo auf.

Neuanfang in der Pandemie & internationale Kooperationen

Der blonde Junge, der Melodien scheinbar so mühelos durch das Saxophon klingen lässt, spielte internationale Hits beim Sachsen-Anhalt-Tag, bei „Stars for free“, stand beinahe jede Woche auf einer Bühne. Dann kam Corona.

Auftritte gab es nicht mehr. Es wurde die Zeit, in sich Noah-Benedikt neu erfand, sie führte ihn weg von fremden hin zu eigenen Liedern. Ein ganzes Album ist dabei entstanden, es heißt „Never forget“.

Die sozialen Medien erwiesen sich als Segen, Noah-Benedikt wurde sichtbar in aller Welt, fand andere Musiker und wurde gefunden. Als Corona vorbei war, besuchte er erst Emma Marie, dann Camille in den USA, später Jinte in Belgien.„Ich reise nie als Tourist, sondern als Künstler“, sagt Noah-Benedikt, „ich habe immer Mikro und Kamera dabei, nehme immer was auf. Egal, wo ich bin, ich gehöre immer zu den Musikern.“

Dann traf er Melissa Mandy. Die 14-jährige Slowakin ist in ihrer Heimat bereits eine bekannte Rockröhre. Mit ihr arbeitet er zurzeit am liebsten, mit ihr hat er seine größten Hits gelandet, mit ihr hat er Videos auf dem Kalimandscharo, in ihrer Heimatstadt Bratislava und in Italien gedreht.

Melissa Mandy tritt bereits im slowakischen Fernsehen auf, Noah-Benedikt hat es noch nicht in die heimischen Sender geschafft. „Schade“, findet er, „dass regionalen Künstlern dort keine Bühne geboten wird.“ Aber er hofft. Und macht weiter. Gerade hat er ein Musikvideo in Norwegen gedreht. „Es war so ein schöner Blick auf die Berge.“

Nun strebt er wieder auf Bühnen. Im August will er auf dem Domplatz in Magdeburg spielen. „Auf das Publikum freue ich mich.“ Und auf das Berühmtwerden auch.

© Fotos: Gudrun Billowie, Noah-Benedikt

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