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  Altmark  

Nach dem Studium aufs Dorf

Britta Kretzschmer

Britta Kretzschmer aus dem Süden Deutschlands findet nach den Stationen Waldkindergarten, Hochschule und Seehundaufzuchtzentrum ihr großes Glück bei Tangermünde.

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   Von Anke Hoffmeister   

Vor gut einem Jahr hat Britta Kretzschmer ihre Heimat – den Schwarzwald –  verlassen und sich in der Altmark in einem kleinen Dorf an der Elbe bei Tangermünde ihre erste berufliche Wirkungsstätte gesucht. Weshalb sie diesen Schritt gewagt hat und was ihr bisher gefällt.

Ein Schritt in den Norden

Am 1. November war es ein Jahr her, dass die 24-Jährige aus dem Süden Deutschlands, von Dornstetten nach Buch zog. In dem kleinen Elbedorf hatte sie unmittelbar nach ihrem Studium der Umweltbildung ein Stelle gefunden, die in diesem Bereich wie ein Fünfer im Lotto ist. Eine Festanstellung und kein Honorarvertrag wurde ihr vom Zentrum für Ökologie, Natur- und Umweltschutz (Zönu) angeboten. Die Leiterin Uta Neuhäuser suchte eine Nachfolgerin für eine langjährige Mitarbeiterin, die nun in den Ruhestand gegangen war.

Britta Kretzschmer überlegte nach dem Vorstellungsgespräch nicht lange. Bereits einen Tag später wusste sie, dass ihr Weg sie hierher führen wird. Nach einem freiwilligen ökologischen Jahr in einem Waldkindergarten in Ravensburg, ihrem Umweltbildungsstudium und Erfahrungen aus einer Seehund-Aufzuchtstation wusste  Uta Neuhäuser, dass sie mit der 24-Jährigen eine passende Nachfolgerin gefunden hatte.

Mit Unterstützung ihrer Vorgängerin und an der Seite der Zönu-Leiterin hat die junge Frau in dem vergangenen Jahr die vielfältige Arbeit in dem Elbedorf kennengelernt. Ganz gleich ob sie in den Schulen der Region mit Mädchen und Jungen in verschiedenen Arbeitsgemeinschaften (AG) Umweltthemen bespricht, Exkursionen anbietet, mit ihnen bastelt und Themen bespricht oder auch Kindergarten- und Hortgruppen betreut. „Die unterschiedlichen Zielgruppen unserer Arbeit sind einfach sehr schön“, erzählt sie. Von der Kita bis zum Senior kann jeder Wissen nach einem Aufenthalt im Zönu mitnehmen.

Vielfältige Umweltbildung am Zönu

„Für mich ist es eine sehr gute Stelle, um viele Erfahrungen in der Umweltbildung zu sammeln“, betont die 24-Jährige. Ob mit Kindergarten-, Schüler- oder Seminargruppen – sie alle werden im Zönu mit Wissen versorgt. Dazu geht es in die Natur, auf die Streuobstwiese, an die Elbe, auf die Schauwiesen oder in den Wald. Kreative Stunden werden im Zentrum in Buch angeboten. Dann wird gefilzt, getöpfert, gehämmert. Kräuterworkshop und andere Themen locken die Menschen hierher. Schulklassen verbringen hier Projektwochen und wollen jede Menge erfahren, erleben und an Wissen mitnehmen.

Dabei kann Britta Kretzschmer auf einen großen Wissensschatz aus 30 Jahren Umweltarbeit an diesem Ort zurückgreifen, darf aber auch eigene Ideen entwickeln und umsetzen.

„Britta hat sich super in unser Team integriert“, betont Uta Neuhäuser, froh, eine so junge, kompetente und engagierte Frau gefunden zu haben, die ihre Arbeit mit Begeisterung erledigt.

Vergleicht die 24-Jährige ihre Heimat mit der Altmark sagt sie: „Landschaftlich gefällt es mir auch hier sehr gut. Es war für mich keine große Umstellung.“ Und noch etwas Gutes hat der Umzug für sie aus dem Schwarzwald weiter in Richtung Norden. Die junge Frau ist ihrer Oma wieder näher. Denn diese lebt in Lüneburg.

© Fotos: Anke Hoffmeister

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