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  Harz  

Beste Landschaftsgärtner-Azubis Sachsen-Anhalts kommen aus dem Harz

Max Lenske und Janne Konstantin Nemitz

Zwei Auszubildende von Garten- und Landschaftsbau Horenburg in Ditfurt haben den Landschaftsgärtner-Cup im Elbauenpark Magdeburg gewonnen. Vor welchen Herausforderungen die Harzer standen und wie der Wettbewerb weitergeht.

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  Von Kjell Sonnemann  

Ditfurt/Magdeburg/MZ. - Schubkarre, Schaufel und Harke, Minibagger, Wasserwaage – und ihr fachliches Können und Wissen brauchten die Teilnehmer am Landschaftsgärtner-Cup im Elbauenpark Magdeburg. Dort wurden die besten Landschaftsgärtner-Azubis des Landes in einem kreativen Wettstreit ermittelt. Den Wanderpokal gewonnen hat ein Duo von der Garten- und Landschaftsbau GmbH Horenburg in Ditfurt.

„Die große Aufgabe ist ein Bauprojekt, das in viereinhalb Stunden“ nach einem Plan realisiert werden müsse, erklärt Max Lenske (23): Die Gestaltung einer quadratischen Fläche von rund zwölf Quadratmetern. Dabei werde, ergänzt Janne Konstantin Nemitz (20), „das Bauliche mit dem Pflanzlichen verbunden“: Es sollte ein Kiesweg in einem Bogen mit unterschiedlichen Randsteinen sowie eine separate Schotterfläche angelegt, eine Sitzmauer gebaut, eine Hecke, Stauden und ein Baum – eine Dachplatane, die wie ein Dach wachsen soll – gepflanzt werden.

Alle 15 angetretenen Zweier-Teams sollten ein solches Areal, das man sich etwa als eine kleine Parkanlage vorstellen kann, anlegen. Zwar gibt ein Plan vieles vor, aber „viele Wege führen nach Rom. Jeder Betrieb macht es ein bisschen anders“, manche Handgriffe seien verschieden, sagt Lenske, der aus Ditfurt kommt. Ein Punkt sei auch, zu lernen, wie man sich eine Baustelle zeitlich einteilt.

Detailarbeit ist angesagt beim Landschaftsgärtner-Cup 2025 im Elbauenpark Magdeburg: Azubi-Teams setzen je ein Bauprojekt um.

Die insgesamt 15 gestalteten Flächen im Elbauenpark Magdeburg sind noch zu besichtigen.
An einer Station mussten Pflanzen erkannt und mit ihrem deutschen und lateinischen Namen notiert werden.

Azubis müssen fast 400 Pflanzen kennen

Sein Mitstreiter Nemitz ist aus Quedlinburg. Dieser berichtet von den weiteren Stationen des Wettbewerbs. An einer ging es ums Vermessen, es musste unter anderem ein perfektes Rechteck ohne Winkelmesser abgesteckt werden. Beim Bedienen eines Baggers musste ein Betongewicht auf immer kleiner werdenden Kübeln platziert werden. Und dann gab es noch die Station, an der 30 Pflanzen erkannt, mit ihrem deutschen und lateinischen Namen notiert werden mussten. Lenske ergänzt, dass ein angehender Landschaftsgärtner knapp 400 Pflanzen im belaubten und unbelaubten Zustand zuordnen können soll.

Sämtliche Cup-Stationen wurden als Team gemeistert. Azubis von Betrieben, die nur einen Teilnehmer geschickt haben, arbeiteten als Duos zusammen. Insgesamt waren sechs Stunden Zeit für alle Aufgaben.

Vor allem für Azubis im ersten Lehrjahr „ist es sehr sportlich, daran teilzunehmen“, ordnet Heike Horenburg, Geschäftsführerin von Nemitz und Lenskes Ausbildungsbetrieb im Vorharz, den Anspruch des Cups ein. Sie lobt den vom Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Sachsen-Anhalt veranstalteten und gut organisierten Wettbewerb, den auch die Berufsschullehrer und Vertreter des Landesamts für Landwirtschaft besuchen.

Heike Horenburg ist stolz auf ihre beiden Azubis, die in Magdeburg den Landesentscheid gewonnen haben. Die Konkurrenz war stark, nur wenige Bewertungspunkte der Jury machten den Unterschied. Janne Nemitz war anschließend im September noch für seinen Ditfurter Betrieb beim Bundesentscheid in Berlin. Dabei hat er mit einem Azubi eines anderen Betriebs zusammenarbeiten, weil Max Lenske nicht starten durfte, da er älter als 21 Jahre ist.

Das nimmt der 23-Jährige gelassen. Er freut sich natürlich sehr über den Erfolg beim Cup in Magdeburg, sieht diesen aber auch als besondere Möglichkeit, „Übung fürs Handwerk“ bekommen zu haben.

Übrigens: Die Besucher des Elbauenparks können die insgesamt 15 gestalteten Flächen noch bis zum Frühjahr 2026 besichtigen. Dann werden sie abgebaut.

© Fotos: Christian Habel

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