Mansfeld-Südharz
Deutscher Meister im Handwerk
Maximilian Becker

Juliane Graichen, Projektleiterin
Foto: Denny Kleindienst
Maximilian Becker setzte sich gegen 14 Konkurrenten durch
Von Tina Edler
Maximilian Becker von der Firma Prillwitz Haustechnik GmbH aus Merseburg ist als Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik Bundessieger bei der Deutschen Meisterschaft im Handwerk 2024 geworden. „Ich habe damit gar nicht gerechnet und bin sehr stolz darauf“, sagt Becker, der in Braunschwende, das zur Stadt Mansfeld gehört, lebt. „Richtig cool ist, dass ich genau zu meinem Geburtstag Deutscher Meister geworden bin. Da habe ich mir das beste Geschenk selber gemacht“, freut sich der 23-Jährige.
Mehrtägiger Wettbewerb
Gegen 14 Konkurrenten konnte er sich bei dem mehrtägigen Wettbewerb in Hamburg durchsetzen. „Es war ein enges Rennen“, blickt Becker zurück. Die Teilnehmer mussten ihre beruflichen Fertigkeiten in verschiedenen Prüfungen unter Beweis stellen. Unter anderem mussten Wärmepumpen auf Zeit gewartet und in Betrieb genommen werden oder auch Kupferrohre millimetergenau gebogen und gelötet werden. „Das Biegen und Löten zum Beispiel ist in unserem Berufsalltag nicht mehr so viel vertreten. Ich hab mich deswegen vorher schon gezielt darauf vorbereitet“, sagt Becker.
Unterstützung bekam er dabei von seinem Ausbildungsbetrieb, der Prillwitz Haustechnik GmbH. „Wir sind natürlich sehr stolz auf die Leistung von Max“, sagt Benjamin Prillwitz, der gemeinsam mit seinem Vater Heiner das Unternehmen leitet. Jedes Jahr werden in der Merseburger Firma Lehrlinge ausgebildet, im Schnitt sind es immer bis zu drei gleichzeitig. „Aber es schaffen auch oftmals Auszubildende die Probezeit gar nicht. Umso schöner ist es, jemanden wie Max in den Reihen zu haben“, sagt Prillwitz.
Durch einen Bekannten kam Becker 2021 zur Ausbildungsstätte in Merseburg. „Ich wollte mal etwas weiter weg und was Neues probieren“, blickt er auf die Anfänge zurück. Zwischen seinem Heimatort Braunschwende und der neuen Arbeitsstätte in Merseburg pendelt Becker seitdem regelmäßig hin und her und bewohnt zusätzlich eine kleine Monteurswohnung in Merseburg. „Bis heute habe ich diesen Weg nie bereut“, sagt Becker, der sich in seiner Freizeit bei der Freiwilligen Feuerwehr in Braunschwende engagiert, leidenschaftlich gern ins Fitnessstudio geht und Motocross fährt.
„Ich kann mich noch gut daran erinnern, als er sich bei uns beworben hat. Er ist ja groß und ein Erscheinungsbild. Da habe ich gleich gesagt: Den brauchen wir“, blickt auch Benjamin Prillwitz auf die Anfänge zurück. Zur Freude des Chefs bewies Maximilian Becker in seiner Ausbildung, „dass er nicht nur Muskelkraft hat, sondern auch einiges im Köpfchen“, sagt Prillwitz. Das sei heutzutage auch enorm wichtig.

Pläne für die Zukunft
„Unser Beruf wird immer anspruchsvoller. Er vereint viele Handwerksberufe. Von Elektro- bis Fliesenarbeiten wirken viele Dinge auf unser Handwerk ein und wir müssen uns damit auseinandersetzen“, erklärt der Firmenchef. Und das habe Maximilian Becker in seiner Ausbildung immer getan, erinnert sich Prillwitz.
Nachdem Becker dann Anfang 2024 seine Ausbildung abgeschlossen hatte, wurde er erst bester Lehrling in seinem Beruf im Kammerbezirk Halle und anschließend noch Landesmeister in Sachsen-Anhalt. „Und somit hatte ich mich dann für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert“, sagt Becker.
Becker ist mittlerweile bei der Prillwitz Haustechnik GmbH auch als Heizungsbauer fest angestellt. Und hat bereits die nächsten Karriereschritte im Blick. „Mal schauen, in welche Richtung es geht. Aber den Meister oder Ingenieur möchte ich schon noch machen“, sagt Becker. Da ist es ein Vorteil, dass er als Sieger der Landes- und Bundeswettbewerbe neben Urkunden und Medaillen auch Förderungen für Meisterausbildungen, Preisgelder und Co. bekommt.
© Großes Bild: GET Nord, Freisteller: Benjamin Prillwitz, drittes Bild: Hamburg Messe und Congress_Rolf Otzipka




