Altmark
Neue Mitarbeiterin im Rathaus
Laura Dümeni

Juliane Graichen, Projektleiterin
Foto: Denny Kleindienst
Nach ihrer dreijährigen Ausbildung in der Stadtverwaltung Havelberg verstärkt Laura Dümeni das Team. Ihrem Hobby geht die junge Frau in der Hansestadt und in Tangermünde nach.
Von Andrea Schröder
Havelberg. An einem Tag in festlichem Rahmen das Abschlusszeugnis nach der erfolgreichen Ausbildung in die Hand bekommen, am nächsten Tag das herzliche Willkommen der Kollegen als Mitarbeiterin im Rathaus Havelberg: Laura Dümeni verstärkt seit Anfang August 2025 das Team der Stadtverwaltung in Havelberg. Sie ist in zwei Bereichen tätig und außerdem ehrenamtlich aktiv.
„Dass ich von der Hansestadt Havelberg übernommen werde, habe ich mir gewünscht und darauf gehofft“, sagt die 21-Jährige. Nach drei Jahren Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten für Kommunalverwaltung arbeitet sie nun in der Allgemeinen Verwaltung und im Ordnungsamt. In letzterem ist sie mit fürs Einwohnermeldeamt zuständig, kann Mandy Bäker unterstützen. Zudem hilft sie im Sekretariat mit, übernimmt auch den Telefondienst.
Diese Vielfalt findet sie gut. „Ich wollte immer einen Beruf haben, in dem ich es mit Menschen zu tun habe. Verwaltung ist gar nicht so trocken, wie sich das mancher vorstellt. Während meiner Ausbildung habe ich alle Fachbereiche durchlaufen und gesehen, was alles in einem Rathaus zu tun ist.“ Nach ihrem Abitur im Tangermünder Teil des Diesterweg-Gymnasiums Tangermünde-Havelberg hatte Laura Dümeni ihre Ausbildung in der Hanse- und Domstadt begonnen. „Ich hatte mich im Umkreis von Tangermünde beworben und mich gefreut, als ich die Zusage aus Havelberg bekam“, denkt die gebürtige Fischbeckerin zurück. Neben der Praxis gab es die Theorie am Berufsschulzentrum in Stendal.
Große Bandbreite
„Die Bandbreite in einer Verwaltung ist groß“, sagt sie und nennt Einwohnermeldeamt, Standesamt, Kämmerei, Kita und Bauamt als Beispiele. Die Ausbildung war anspruchsvoll, aber schaffbar. Man müsse nicht alle Gesetze auswendig kennen, aber wissen, wo was steht. Vorkenntnisse in Rechtskunde aus der Schulzeit wären von Vorteil. „Es geht aber auch ohne. Lernen muss man auf jeden Fall“, gibt Laura Dümeni anderen auf den Weg, die eine solche Ausbildung in Erwägung ziehen.
Noch ist sie in Tangermünde zu Hause. „Ich kann mir aber vorstellen, nach Havelberg zu ziehen“, sagt die junge Frau. Dom und Altstadt gefallen ihr besonders gut. Integriert ist sie in der Feuerwehr der Hansestadt. Wie auch schon in Tangermünde. Die Liebe zu diesem Ehrenamt ist ihr in die Wiege gelegt worden, erzählt sie von der Jugendfeuerwehr in Fischbeck. Inzwischen hat sie bereits diverse Lehrgänge absolviert und ist Hauptfeuerwehrfrau, Atemschutzgeräteträgerin, Truppführerin und fit in Technischer Hilfeleistung. Tagsüber kann sie in Havelberg bei Alarmierungen mit ausrücken, zum Feierabend in Tangermünde.
Ihren Dienst in der Feuerwehr sieht sie als guten Ausgleich zur Arbeit. Sie schätzt die Kameradschaft – „wir wissen, dass wir uns aufeinander verlassen können“ – und dass sie Menschen in Not helfen kann. In der Feuerwehr möchte sie auf jeden Fall noch weitere Ausbildungen absolvieren und vielleicht später einmal eine Führungsrolle übernehmen.
Neue Stellen besetzt
Dass die Hansestadt die Auszubildende übernehmen konnte, freut Bürgermeister Mathias Bölt (parteilos). Das ist nicht immer möglich, der Stellenplan muss das hergeben. Aktuell bildet die Stadtverwaltung im Zwei-Jahres-Rhythmus aus. „Angesichts des Fachkräftemangels sollten wir als Verwaltung mit gutem Beispiel vorangehen, und noch mehr ausbilden, auch wenn es nicht immer offene Stellen zur Übernahme gibt“, findet er. Er sieht das als gute Förderung für junge Menschen. Aktuell gibt es mit Angelina Sturm eine Auszubildende. Für sie hat im August das zweite Lehrjahr begonnen. 2026 soll dann wieder eine Ausbildung beginnen.
Insgesamt sind in der Kernverwaltung in Havelberg gut 40 Mitarbeiter tätig. Sie teilen sich 32 Vollzeitstellen, berichtet der Bürgermeister im Gespräch mit der Volksstimme. Zwei Stellen wurden in diesem Jahr neu geschaffen: in der Kämmerei/Bau- und Liegenschaftswesen und im EDV-Bereich. Die Ausschreibungen waren erfolgreich. Zwei Männer haben diese Stellen bekommen. Die seit Frühjahr freie Stelle in der Touristinformation ist zum 1. Januar 2026 mit einer neuen Mitarbeiterin wieder besetzt, freut sich Mathias Bölt.
© Fotos: Andrea Schröder

